Teilnahmebedingungen

  • Bei "Radtouren-Spontan" handelt es sich um Gemeinschaftstouren und nicht um Führungstouren.
  • Siehe auch "Gemeinschaftstouren - Was ist das?" unten auf der Seite.
  • Der/die Tour-Organisator/in organisiert die Tour lediglich hinsichtlich des Streckenverlaufs. 
  • Die Tour-Gruppe inklusive dem Tour-Organisator/in fährt dann gemeinsam, gleichberechtigt und
    jeder "Tour-Teilnehmer" handelt eigenverantwortlich, rein privat und auf eigenes Risiko.
  • Während der Tour ist der Tour-Organisator/in nur Mit-Fahrer/in ohne besondere Funktion.
  • Bei Fahrradtouren muss euer Fahrrad verkehrssicher und in gutem und der Tour angepassten Zustand sein. Bitte tragt zu eurer eigenen Sicherheit einen Helm.
  • Ihr müsst auch für evtl. Pannen selber Vorkehrungen treffen. Ihr fahrt ja die Tour eigenständig und es gibt keinen Tourenleiter, der hier den Reparatur-/Abschleppdienst darstellt.
  • Es findet keine Vor-Tour durch den Tour-Organisator und damit Kontrolle der Tour-Wege statt.
  • Jede(r) Tour-Teilnehmer(in) muss anhand der vorgefundenen Wegbeschaffenheit und aktuellen Wettersituation selber einschätzen, ob die Tour für ihn/sie beherrschbar ist.
  • Der Tour-Organisator ist nicht für die Durchführung der Tour und nicht für die Sicherheit der Tour-Teilnehmer(innen) auf der Tour verantwortlich.
  • Eine Haftung des Tour-Organisators sowohl für Personen- als auch für Sachschäden ist damit ausgeschlossen.
  • Tour-Teilnehmer(innen) mit einer Einschränkung, die diesen Teilnahmebedingungen entgegenstehen, benötigen eine feste Begleitperson, die für den eingeschränkten Tour-Teilnehmer(in) Verantwortung übernimmt.
  • Mit Teilnahme an der Gemeinschaftstour erkennt der Tour-Teilnehmer(in) diese Teilnahmebedingungen an und bestätigt, dass er die Anforderungen erfüllt und gesundheitlich in der Lage ist die Tour zu wandern/fahren.



 

Besonderheiten bei Fahrradtouren 


Voraussetzungen:

  • Ihr akzeptiert die Teilnahmebedingungen zu einer Gemeinschaftstour (siehe oben)
  • Ihr habt eine der Fahrradtour entsprechende Grundkondition
  • Ihr habt Erfahrung mit längeren Fahrradtouren und habt eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten


Was müsst ihr mitbringen:

  • Ein geeignetes Fahrrad in einem zuverlässigen Zustand
  • Die notwendige Ausrüstung (Helm, Regenjacke, Sonnenschutz, usw.).
  • Grundlegendes Reparaturmaterial (Ersatzschlauch, …) wäre sinnvoll (siehe Technik AG)
  • Ausreichende Verpflegung, vor allem Flüssigkeit.


Wind und Wetter:

  • Fahrradfahren bei strömendem Regen ist nicht schön. Kurze Schauer sind aber kein Problem. Dafür haben wir ja Regenkleidung dabei.
  • Bei Regenwetter entscheidet der Touren-Organisator kurzfristig, ob die Gemeinschaftstour stattfindet.
    Informiert euch im Gruppenchat!
    Da es ja eine Gemeinschaftstour ist, könnt ihr die Tour aber auch alleine fahren.


Ablauf der Fahrradtouren

  • Zu jeder Tour gibt es in der (meet5 / GE) -Beschreibung Informationen zur Gemeinschaftstour mit Angabe der Streckenführung, der Streckenlänge und des Schwierigkeitsgrads. Diese Information hilf euch einzuschätzen, ob die Tour für euch geeignet ist.
  • Die Touren fahren wir als Gemeinschaftstour. Wir fahren als Gruppe gemeinsam, gleichberechtigt und möchten natürlich auch als Gruppe wieder ankommen.
  • Es ist also sehr wichtig, dass alle Tour-Teilnehmer(innen) sich auch ihrer Eigenverantwortung innerhalb der Gruppe bewusst sind. Die  Tour-Teilnehmer(innen) sollten einige Radtouren-typische Situation durchdacht haben, die Auswirkungen auf die Gruppe haben können, wie z.B. Pannen oder Unfälle.


Im Falle einer Fahrradpanne kann die Gruppe natürlich versuchen zu helfen und einfache Reparaturen evtl. selber durchzuführen (Platten flicken). Größere Schäden können wir aber nicht beheben. Auch haben wir keine Spezial-Ersatzteile oder Spezialwerkzeuge dabei, z.B. Ersatzschläuche einer spezielle Größe.
Die Folgen einer Fahrradpanne liegen in der Eigenverantwortung der Teilnehmenden. Ggf. müsst ihr selber ein Taxi rufen und bezahlen.
Das verdeutlicht, dass es im Eigeninteresse aller Teilnehmenden liegt, dass das „Material“ zuverlässig ist.
Bitte habt auch Geld dabei, dass ihr eine Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlen könnt.

Unfälle wollen wir vermeiden, indem wir uns an die StVO halten, in der Gruppe aufeinander Acht geben, ausreichend Abstand halten und uns auch vor Hindernissen warnen.
Je nach Tour planen wir eine Rast mit Selbstverpflegung oder eine längere Pause mit der Möglichkeit einer Einkehr. 



Gemeinschaftstouren - Was ist das?

Ihr seid es gewohnt, dass ein "Tourenleiter oder eine Tourenleiterin"  für euch eine Fahrradtour organisiert, für alles sorgt und die Tour anführt/leitet?
Das ist schön für euch aber schwierig für einen Tourenleiter !

Bei dieser Art "geführter" Radtour handelt es sich um eine "Führungstour" mit einem benannten Rad-Wanderführer / Tourenführer/ Tourenleiter.
In diesem Fall übernimmt der Tourenleiter oder die Tourenleiterin mit der Führung/Leitung auch eine Verantwortung, hat eine Sorgfaltspflicht und steht einem möglichen Haftungsrisiko gegenüber.

Es gibt jede Menge Haftungsfallen z.B. auch  bei „Unterlassung“ ,
z.B. muss/müsste der Tourenleiter zu Beginn der Tour auf nicht auf geeignete Ausrüstung (z.B. Fahrrad, Bremsen) hinweisen oder nach dem Gesundheitszustand der Teilnehmer fragen.
Eine Tourenleiterin müsste auch eine Radfahrer oder Radfahrerin mit ungeeigneter Ausrüstung von der Tour ausschließen.
Ein Ausschluss einer möglichen Haftung des Tourenleiters für Personenschäden ist nicht möglich  (BGB §309). Klauseln wie "Teilnahme auf eigene Gefahr" sind daher unwirksam!
Da wir kein Verein sind mit Vereinsversicherung, haftet der Tourenleiter selber.
Das ist für einen "ehrenamtlichen Tourenleiter", der ja die Tour "für euch" kostenlos und in seiner Freizeit organisiert und leitet nicht in Ordnung!

Und wie geht es besser?

Ein gutes Konzept bietet der Deutsche Alpenverein (DAV):

Der DAV unterscheidet zwischen "Führungstouren und "Gemeinschaftstouren". (https://ausbildung.alpenverein.de/page.aspx?name=Rechtliches).
Bei den Gemeinschaftstouren wird gemeinschaftlich gefahren und es gibt während der Tour keinen Tourenleiter und damit auch kein Haftungsrisiko.
Führungstouren werden beim DAV nur durch ausgebildete (Wander)Führer geleitet. Dazu bietet der DAV Ausbildungen zum Wanderführer an. Bei allen Wandervereinen (DAV, PWV, ...) besitzen Tourenleiter eine entsprechende Ausbildung und bieten Wanderungen innerhalb eines Vereins mit Vereinshaftpflicht an.

Um für Radtouren_Spontan Haftungsrisiken auszuschließen, werden die Spontan-Touren daher als Gemeinschaftstouren durchgeführt.
Damit gibt es nur einen Touren-Organisator, der eine Tour  aussucht, vorschlägt und z.B. in Komoot aufbereitet.
Es gibt in der Regel keine Vor-Tour.
Die Mitfahrer informieren sich selber (z.B. mit dem Komoot-Link) über die vorgeschlagene Tour und die Beschreibung und akzeptieren die Tour.
Während der Tour ist der Tour-Organisator nur ein Mit-Fahrer ohne besondere Funktion.
Wir fahren alle gemeinsam und gleichberechtigt. Es gibt keinen "Tourenleiter"!

Das bedeutet aber auch, dass jeder Teilnehmer in der Lage sein muss, die Tour auch selbstständig und eigenverantwortlich durchzuführen. Womit wir beim Thema Navigation sind. Durch euer Smartphone seid ihr für eine Navigation gut gerüstet: siehe Kapitel Navigation.

Wichtig dabei ist:

"Es reicht nicht aus, eine Gemeinschaftstour als solche auszuschreiben. Entscheidend ist, was auf der Tour selbst „gelebt“ wird." (https://ausbildung.alpenverein.de/page.aspx?name=Rechtliches).
Achtung: Es gibt auch einen "faktischen Tourenleiter", der faktisch „führt“, ohne dass dies ausdrücklich vereinbart/ausgeschrieben worden ist.
In dem Moment, in dem sich eine Person als "Leiter" herausstellt/positioniert, übernimmt er/sie diese Funktion und damit Verantwortung.
Es ist also wichtig, dass der Touren-Organisator wirklich nur Mit-Fahrer ist.


Ihr seht also, die Situation ist durch das nicht auszuschließende Haftungsrisiko eines Tourenleiters etwas "kompliziert".
 

Aber glücklicherweise gibt es eine einfache Lösung:

Das Konzept der Gemeinschaftstour.
Das Konzept muss aber auch "gelebt werden".